Uncategorized

Uncategorized

Beratungshinweise und Tipps vom 16.9.2026

Beratungshinweise und Tipps vom 16.9.2026

Auf Basis des Wohlstandscafé-Gesprächs vom 16.9.2026 zum Thema Finanzen (Bernd Nielsen & Michael Bartel)

1. Grundprinzip: Finanzen strukturiert betrachten

Eine gute Finanzberatung beginnt mit einer klaren Systematik. Michael Bartel unterteilt Finanzen in vier Bereiche – diese Struktur eignet sich auch als Gesprächsleitfaden mit Klienten:

  • Einnahmen – Woher kommt das Geld?
  • Ausgaben – Wofür wird das Geld verwendet?
  • Vermögen – Was bleibt übrig und wie wird es aufgebaut?
  • Finanzsystem – Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen gelten und wie lassen sie sich nutzen?

Merksatz: Erst wenn Einnahmen dauerhaft die Ausgaben übersteigen, kann sinnvoll Vermögen aufgebaut werden.

2. Einnahmen gezielt steigern

Beim Thema Einnahmen lohnt sich der Blick auf den jeweiligen Lebens- und Berufsabschnitt des Klienten.

  • Klären, ob jemand „arbeiten will“ oder „arbeiten muss“ – daraus ergibt sich der nötige Lebensstandard und Kapitalbedarf.
  • Weiterbildung und Qualifikation als ersten Hebel prüfen (z. B. Gesellen-/Meisterprüfung, Zertifikate).
  • Bei Angestellten: interne Weiterbildungsprogramme, Bildungsurlaub und kostenfreies Selbststudium (Internet, Fernstudium) aktiv ansprechen.
  • Nebentätigkeiten differenzieren: ein zusätzliches Angestelltenverhältnis ist oft vertraglich eingeschränkt, eine nebenberufliche Selbstständigkeit meist einfacher – kostet aber Zeit.
  • Vorteil des Angestelltenstatus hervorheben: Steuern und Sozialabgaben sind bereits abgeführt, Rentenansprüche entstehen automatisch.
3. Selbstständigkeit und Unternehmertum unterscheiden

Für Klienten mit Gründungsambitionen ist diese Unterscheidung zentral für die Beratung:

  • Selbstständige/Einzelunternehmer tauschen meist weiterhin Zeit gegen Geld, da sie die Arbeit selbst erledigen.
  • Echte Unternehmer delegieren, bauen ein Team auf und entwickeln eine Strategie – Ziel: Die Firma funktioniert unabhängig von der eigenen Anwesenheit.
  • Klienten frühzeitig auf die steuerliche Realität hinweisen: Der Jahresüberschuss steht nicht vollständig zur Verfügung, da Steuern und weitere Kosten abgezogen werden.
  • Empfehlung: sich selbst monatlich ein fiktives Gehalt auszahlen, um frühzeitig zu erkennen, ob die eigene Preispolitik trägt.
4. Zielorientierte Finanzplanung

Bevor über konkrete Anlageprodukte gesprochen wird, sollte immer die Frage stehen: Wofür werden die Einnahmen überhaupt benötigt?

  • Vermögensaufbau fürs Alter
  • Kapitalreserve für eine geplante Selbstständigkeit oder Unternehmensgründung
  • Aufbau eines Liquiditätspolsters für Notfälle
  • Allgemeine Lebensplanung: Wie möchte der Klient leben, und wie lässt sich das finanziell absichern?
5. Investitionsberatung: Die drei Schlüsselfragen

Bei jeder Investitionsentscheidung sollten mit dem Klienten drei Aspekte geklärt werden:

  • Zeithorizont – kurz-, mittel- oder langfristig?
  • Liquiditätsbedarf – wie schnell muss auf das Kapital zugegriffen werden können?
  • Ertragserwartung und Risiko/Schwankungsbreite des jeweiligen Produkts

Praxisbeispiele für die Beratung:

  • Immobilien: wertsteigernd, aber wenig liquide (oft 20–30 Jahre Anlagehorizont, Verkauf dauert Wochen bis Monate).
  • Aktien/Geldwerte: schnell liquidierbar, aber kursschwankend – Verkaufszeitpunkt bewusst wählen.
  • Gold: keine laufende Verzinsung, nur Hoffnung auf Wertsteigerung.
  • Selbstgenutzte Immobilie: zunächst Gebrauchsgegenstand, erst beim Verkauf ein Vermögenswert.
6. Umgang mit Risikoscheu

Ein wiederkehrendes Beratungsthema ist die Angst vor risikobehafteten Anlagen (Aktien, Kryptowährungen).

  • Bildhafte Vergleiche helfen: Wer aus Angst nie investiert (wie ein Bauer, der aus Furcht nie Mais statt Kartoffeln anbaut), erzielt auch nie den gewünschten Ertrag.
  • Nicht überreden, sondern erklären: Klienten sollen verstehen, wie ein Produkt funktioniert, statt zu einer Entscheidung gedrängt zu werden.
  • Bei Kryptowährungen und stark schwankenden Anlagen: Klienten oft nicht in der Lage, Gewinne zu realisieren oder Verluste auszuhalten – Aufklärung über Volatilität ist entscheidend.

Wichtiger Hinweis zur Beraterpflicht: Klienten dürfen laut Gesetzgeber nur in Anlageformen investieren, die ihnen verständlich erklärt wurden. Der Berater haftet dafür, dass ausreichende Aufklärung stattgefunden hat – ggf. mit schriftlicher Bestätigung oder ausdrücklichem Risikohinweis, falls der Klient trotzdem investieren möchte.

7. Strukturierte Finanzanalyse als Beratungswerkzeug

Michael Bartel führt mit seinen Mandanten eine systematische Finanzanalyse durch. Als Vorlage für eigene Beratungsgespräche eignen sich folgende Schritte:

  • Ist-Zustand erfassen: Wo steht der Klient finanziell heute?
  • Ziele und Wünsche definieren: Wo möchte der Klient hin?
  • Verfügbares und potenzielles Kapital ermitteln: Was ist vorhanden, was könnte monatlich investiert werden?
  • Risikoprofil klären: Wozu ist der Klient bereit, welche Schwankungen kann und will er aushalten?
8. Zusatzeinkommen im Ruhestand

Bei Fragen zu Zuverdienstmöglichkeiten im Alter (z. B. Affiliate-Einnahmen) sollte realistisch eingeordnet werden:

  • Provisionsbasierte Einnahmen setzen eine ausreichend große Reichweite bzw. ein Netzwerk voraus.
  • Der Aufbau dieser Reichweite kostet selbst wieder Zeit oder Geld (z. B. für Werbeschaltungen).
  • Solche Einnahmequellen sind kein „schnelles“ Zusatzeinkommen, sondern erfordern eigenen Vorlauf und Investition.
Fazit für die Beratungspraxis

Eine gute Finanzberatung verbindet klare Strukturierung (Einnahmen, Ausgaben, Vermögen, Finanzsystem) mit individueller Zielklärung und verständlicher Aufklärung über Chancen und Risiken. Entscheidend ist, Klienten nicht zu überreden, sondern ihnen die Zusammenhänge so zu erklären, dass sie selbstbestimmt und informiert entscheiden können – das schafft Vertrauen und nachhaltige Ergebnisse.

Uncategorized

Wohlstandscafé (16.9.2026) – Kurzzusammenfassung

Wohlstandscafé (16.9.2026) – Kurzzusammenfassung

Thema: Finanzen | Bernd Nielsen im Gespräch mit Michael Bartel (Finanzexperte)

Struktur der Finanzen

Michael unterteilt Finanzen in vier Bereiche: Einnahmen, Ausgaben, Vermögen und Finanzsystem. Bleibt nach Ausgaben ein Überschuss, kann daraus Vermögen aufgebaut werden.

Einnahmen: Zeit gegen Geld

Im Berufsleben tauscht man klassischerweise Arbeitszeit gegen Gehalt (9-to-5). Angestellte können ihr Einkommen steigern durch Weiterbildung, Nebentätigkeiten, betriebliche Programme, Selbststudium oder Überstunden. Anders als Selbstständige haben sie Steuern und Sozialabgaben bereits automatisch abgezogen und Rentenansprüche gesichert.

Selbstständiger vs. Unternehmer

Ein Selbstständiger tauscht meist weiterhin selbst Zeit gegen Geld. Ein echter Unternehmer delegiert Aufgaben und baut eine Firma auf, die nicht von seiner Anwesenheit abhängt – das Geld arbeitet für ihn. Wichtig: Der Jahresüberschuss steht nicht komplett zur Verfügung, da Steuern und weitere Kosten abzuziehen sind.

Wozu Einnahmen erzielen?
  • Vermögensaufbau und Altersabsicherung
  • Kapital für eine spätere Selbstständigkeit
  • Aufbau eines Liquiditätspolsters
  • Am klügsten: Geld für sich arbeiten lassen (Investitionen)
Investitionen und Finanzplanung

Bei Investitionsentscheidungen zählen drei Faktoren: Zeithorizont, Liquiditätsbedarf und Ertragserwartung/Risiko. Immobilien sind wertsteigernd, aber wenig liquide; Aktien sind flexibel, aber schwankungsanfällig; Gold bringt keine laufende Verzinsung. Michael führt mit Mandanten eine strukturierte Finanzanalyse durch (Ist-Zustand, Ziele, Kapital, Risikoprofil).

Umgang mit Risiko

Wer aus Angst nie investiert, erzielt auch nie die entsprechenden Erträge. Berater sind gesetzlich verpflichtet, Kunden nur in verständlich erklärte Anlageformen investieren zu lassen.

Ausblick

Zum Abschluss wurde kurz das Thema Zusatzeinkommen im Ruhestand angerissen (z. B. Affiliate-Einnahmen), das aus Zeitgründen in einer künftigen Folge vertieft werden soll.

Uncategorized

Wohlstandscafé – Folge vom 16.9.2026: Thema Finanzen

Wohlstandscafé – Folge vom 16.9.2026: Thema Finanzen

Teilnehmer: Bernd Nielsen (Moderator), Michael Bartel (Finanzexperte, „Held des Geldes“, gelernter Bankkaufmann, seit über 30 Jahren selbstständig als Berater und Coach im Finanzbereich) sowie Nathalie Stürchler als Zuhörerin.

Einleitung und Struktur der Finanzen

Bernd erklärt, dass Wohlstand im Wohlstandsstudio aus fünf Bereichen besteht, von denen einer die Finanzen sind. Er unterteilt Finanzen in vier Kategorien:

  1. Einnahmen
  2. Ausgaben
  3. Vermögen
  4. Finanzsystem (gesetzliche Rahmenbedingungen)

Michael bestätigt diese Einteilung und ergänzt: Bleibt nach Abzug der Ausgaben von den Einnahmen ein positiver Überschuss, kann daraus Vermögen aufgebaut werden – als Rücklage oder sogar als Einkommensquelle.

Einnahmen: Zeit gegen Geld

Michael erläutert das Prinzip „Zeit gegen Geld tauschen“:

  • Als Kind darf man noch nicht arbeiten, kann aber z. B. durch Erbschaften (Geld, Grundstücke) Einnahmen erzielen.
  • Im Berufsleben tauscht man klassischerweise im 9-to-5-Job Arbeitszeit gegen Gehalt.
  • Im Ruhestand lebt man von der erarbeiteten Rente.

Für Angestellte nennt Michael mehrere Wege, das Einkommen zu steigern:

  • Weiterbildung und Qualifikation (z. B. Gesellen- und Meisterprüfung im Handwerk)
  • Nebentätigkeiten, wobei zu unterscheiden ist zwischen einem zusätzlichen Angestelltenverhältnis (oft vertraglich eingeschränkt) und einer nebenberuflichen Selbstständigkeit (meist einfacher umzusetzen, kostet aber zusätzliche Zeit)
  • Innerbetriebliche Weiterbildungsprogramme, Bildungsurlaub (steuerlich absetzbar) sowie kostengünstiges Selbststudium über Internet und Universitäten
  • Überstunden, sofern der Betrieb dies ermöglicht

Bernd betont dabei einen wichtigen Punkt: Anders als Selbstständige haben Angestellte bereits Lohnsteuer und Sozialabgaben automatisch abgezogen und können daher über ihr Nettoeinkommen frei verfügen – zudem erwerben sie automatisch Rentenansprüche.

Selbstständiger vs. Unternehmer

Michael unterscheidet klar zwischen beiden Begriffen:

  • Ein Selbstständiger/Einzelunternehmer tauscht im Grunde weiterhin Zeit gegen Geld, da er die meiste Arbeit selbst erledigt.
  • Ein echter Unternehmer delegiert Aufgaben, stellt Mitarbeiter ein und entwickelt eine Unternehmensstrategie. Ziel ist, dass die Firma nicht mehr von seiner persönlichen Anwesenheit abhängt – das Geld arbeitet dann für ihn.

Bernd ergänzt aus juristischer Sicht (BGB): Wer selbstständig eine berufliche oder gewerbliche Tätigkeit ausübt, gilt rechtlich als Unternehmer und ist für seine Steuerpflichten selbst verantwortlich. Er weist darauf hin, dass der Jahresüberschuss eines Einzelunternehmers nicht vollständig zur freien Verfügung steht, da Steuern und weitere Posten abzuziehen sind (Thema für eine spätere Folge zum Ausgabenblock).

Bei Selbstständigen ist außerdem zwischen Umsatzerlösen (Gesamteinnahmen) und dem Gewinn (nach Abzug betrieblicher Ausgaben und Steuern) zu unterscheiden. Michael empfiehlt, sich monatlich ein fiktives Gehalt auszuzahlen, um frühzeitig zu erkennen, ob die eigene Preispolitik ausreichend Einnahmen generiert.

Wozu Einnahmen erzielen?

Ein zentraler Gedanke: Einnahmen dienen nicht nur der Deckung laufender Ausgaben, sondern auch übergeordneten Zielen wie:

  • Vermögensaufbau
  • Alters- bzw. Rentenabsicherung
  • Ansparen für eine spätere Selbstständigkeit oder Unternehmensgründung
  • Aufbau eines Liquiditätspolsters

Die klügste Form, Einnahmen zu erzielen, sei laut Michael, Geld für sich arbeiten zu lassen – etwa durch kluge Investitionen, die regelmäßige Erträge liefern.

Investitionen und Finanzplanung

Michael nennt drei entscheidende Fragen bei Investitionsentscheidungen:

  1. Zeithorizont – kurz-, mittel- oder langfristig?
  2. Liquiditätsbedarf – wie schnell muss ich wieder auf das Geld zugreifen können?
  3. Ertragserwartung und Schwankungsrisiko des gewählten Produkts

Beispiele:

  • Immobilien sind wertsteigernd, aber wenig liquide (oft 20–30 Jahre Anlagehorizont, Verkauf dauert Wochen bis Monate).
  • Aktien oder Geldwerte sind kurzfristig liquidierbar, unterliegen aber Kursschwankungen.
  • Gold bringt keine laufende Verzinsung, sondern nur die Hoffnung auf spätere Wertsteigerung.
  • Eine selbstgenutzte Immobilie ist laut Michael zunächst kein Vermögenswert, sondern ein Gebrauchsgegenstand – erst beim Verkauf wird sie zu Geld.

Umgang mit Angst vor Risiko

Michael vergleicht die Angst vor Aktien mit einem Bauern, der lieber weiter Kartoffeln statt der gewünschten, aber unbekannten Maissorte anbaut: Wer aus Angst nie investiert, wird auch nie die entsprechenden Erträge erzielen. Besonders bei Kryptowährungen beobachtet er, dass Anleger aus Angst Gewinne nicht realisieren und bei Kursverlusten schlecht schlafen.

Michael betont die gesetzliche Beraterpflicht: Kunden dürfen nur in Anlageformen investieren, die ihnen verständlich erklärt wurden – entsprechend haftet der Berater dafür, dass Kunden ausreichend informiert sind. In seiner Firma führt er dazu eine strukturierte Finanzanalyse durch: Ist-Zustand, Ziele, verfügbares Kapital, monatliche Investitionsmöglichkeit und persönliches Risikoprofil werden gemeinsam ermittelt.

Zusatzeinkommen im Rentenalter

Zum Abschluss spricht Bernd das Thema Zuverdienst im Ruhestand an, u. a. Affiliate-Einnahmen (Provisionen für Produktempfehlungen). Michael erklärt: Um damit nennenswerte Beträge zu verdienen, braucht man ein ausreichend großes Netzwerk bzw. eine Reichweite (z. B. als Influencer), deren Aufbau selbst wieder Zeit oder Geld (etwa für Werbeschaltungen) kostet. Aus Zeitgründen konnte die Frage, welche weiteren Zuverdienstmöglichkeiten Rentner haben, nicht mehr vollständig behandelt werden – das Thema soll in einer künftigen Folge fortgesetzt werden.

Nach oben scrollen